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Sichtprüfung (VT)

Die Sichtprüfung dient der Erkennung von sichtbaren Oberflächenfehlern und Unregelmässigkeiten.

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Anwendung
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Die Sichtprüfung gemäss EN 13018 wird zur Feststellung von sichtbaren Unregelmässigkeiten und Abweichungen an Bauteilen, Baugruppen und Oberflächen eingesetzt.

Die Prüfung kann direkt mit dem Auge oder indirekt unter Verwendung geeigneter optischer Hilfsmittel durchgeführt werden. Die Prüfbedingungen, der Prüfbereich und die zulässigen Annahmekriterien sind vor Beginn der Prüfung festzulegen.

Die Anwendung erstreckt sich auf geeignete Bauteile und Werkstoffe, insbesondere metallische Konstruktionen, Schweisskonstruktionen, Bleche, Profile, Rohre, Behälter und Maschinenbauteile.

Durchführung

Geprüft werden insbesondere Risse, Poren, Lunker, Einschlüsse, Beschädigungen, Korrosion sowie Form- und Oberflächenabweichungen. Die Prüfung erfolgt in der Regel mit ausreichender Beleuchtung und mit dem unbewaffneten Auge bzw. geeigneten optischen Hilfsmitteln. Die Prüfbedingungen, der Prüfbereich und das Prüfergebnis sind zu dokumentieren.

Nachweise

Als Nachweise bzw. Prüfunterlagen sollten, soweit für das Bauteil relevant, vorliegen:

  • Zeichnung bzw. Bauteilspezifikation
  • Prüf- und Abnahmekriterien
  • Werkstoffzeugnis / Materialnachweis
  • Schweissunterlagen, z. B. WPS/WPQR, falls Schweissnähte geprüft werden
  • Prüfbericht bzw. Prüfprotokoll
  • Angaben zu Oberflächenbehandlung und Beschichtung
  • ggf. frühere Prüfberichte oder Reparaturnachweise

Prüfergebnis: Festgestellte Abweichungen werden dokumentiert und anhand der vorgegebenen Annahmekriterien bewertet.

Werkstoffe

Die Sichtprüfung ist grundsätzlich werkstoffunabhängig anwendbar, sofern die jeweiligen Anforderungen definiert sind. Typische Werkstoffe sind:

  • Stahl und Edelstahl
  • Aluminium und Aluminiumlegierungen
  • Kupfer und Kupferlegierungen
  • weitere metallische Werkstoffe

je nach Anwendung auch Kunststoffe und Verbundwerkstoffe

Bauteiltypen

Die Sichtprüfung kann grundsätzlich bei unterschiedlichen Bauteilarten eingesetzt werden, z. B.:

  • Bleche und Platten
  • Profile und Träger
  • Rohre und Rohrleitungen
  • Behälter und Gehäuse
  • Maschinen- und Konstruktionsteile
  • Schweisskonstruktionen und Schweissnähte
  • Guss- und Schmiedeteile
  • bearbeitete bzw. beschichtete Oberflächen

Geprüft werden beispielsweise Oberflächenzustand, Form, Abmessungen, Ausrichtung, sichtbare Beschädigungen und erkennbare Unregelmässigkeiten.

Normen & Regelwerke

EN ISO 13018, Annahme erfolgt gemäss anzuwendender Produktenorm und / oder Kundenanforderungen.

Akkreditierung

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Gianni Giorgi

Betriebsleiter, Prüfer ZfP/ZP

+41 56 204 45 87
gianni.giorgi@lb-log.ch