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Interkristalliner Korrosionstest (IK-Test)

Der interkristalline Korrosionstest (IK-Test) dient zur Bestimmung der Beständigkeit von Werkstoffen gegenüber interkristalliner Korrosion in definierten korrosiven Medien. Die Prüfungen sind zerstörend und werden insbesondere zur Bewertung von nichtrostenden Stählen, Schweissverbindungen und korrosionsbeständigen Legierungen eingesetzt. Durch die Prüfungen kann festgestellt werden, ob Werkstoffe oder wärmebeeinflusste Bereiche eine Sensibilisierung gegenüber interkristallinem Angriff aufweisen und damit für den späteren Einsatz geeignet sind.

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Anwendung
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Interkristalline Korrosionstests werden eingesetzt für:

  • Werkstoffqualifikation und Qualitätskontrolle
  • Prüfung von nichtrostenden und säurebeständigen Stählen
  • Bewertung von Schweissverbindungen und Wärmeeinflusszonen
  • Nachweise für Normen, Abnahmen und Spezifikationen
  • Kontrolle von Wärmebehandlungen und Sensibilisierung
  • Schadensanalysen bei Korrosionsproblemen
  • Werkstofffreigaben für chemische und pharmazeutische Anlagen

Die Prüfungen sind besonders relevant für Anwendungen in der Chemie-, Pharma-, Energie- und Lebensmittelindustrie.

Durchführung

Die Prüfkörper werden in definierten korrosiven Medien unter festgelegten Bedingungen geprüft. Anschliessend erfolgt die Bewertung des Korrosionsangriffs anhand von Gewichtsverlust, Oberflächenzustand oder metallographischer Untersuchung.

In unserem Labor führen wir unter anderem folgende Prüfverfahren durch:

  • Strauss-Test
    Prüfung der Beständigkeit nichtrostender Stähle gegen interkristalline Korrosion nach DIN EN ISO 3651-2.
  • Huey-Test
    Korrosionsprüfung nach ISO 3651-1 oder ASTM A262 Practice C zur Bewertung der Beständigkeit gegenüber oxidierenden Medien.
  • Korrosionstest nach ASTM G28 Method B
    Prüfung hochlegierter Werkstoffe und Nickelbasislegierungen in stark korrosiven Medien.
  • „Grüner Tod“
    Spezialprüfung in einem Gemisch aus Schwefelsäure, Salzsäure, Eisenchlorid und Kupferchlorid zur Bewertung hochkorrosionsbeständiger Werkstoffe.

Nachweise

Folgende Nachweise und Bewertungen können durchgeführt werden:

  • Nachweis interkristalliner Korrosion
  • Bewertung der Sensibilisierung von Werkstoffen
  • Gewichtsverlustbestimmung
  • Beurteilung von Korrosionsangriff und Korrosionstiefe
  • Metallographische Bewertung der Prüfflächen
  • Prüfung von Schweissnähten und Wärmeeinflusszonen
  • Dokumentation gemäss Normen und Kundenvorgaben

Die Ergebnisse werden in einem detaillierten Prüfbericht dokumentiert.

Werkstoffe

Wir prüfen unter anderem:

  • Austenitische Edelstähle
  • Säurebeständige CrNi-Stähle
  • Nickelbasislegierungen
  • Hochlegierte Sonderwerkstoffe
  • Schweisszusätze und Schweissverbindungen
  • Korrosionsbeständige Sonderlegierungen
  • Werkstoffe nach Kundenspezifikation

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Bauteiltypen

Wir prüfen unter anderem:

  • Rohrleitungen und Rohrkomponenten
  • Druckbehälter und Tanks
  • Schweissverbindungen und Apparatebauteile
  • Wärmetauscher und Reaktorkomponenten
  • Komponenten aus der Chemie- und Pharmaindustrie
  • Lebensmittel- und Prozessanlagen
  • Pumpen-, Ventil- und Armaturenteile
  • Sonderbauteile nach Kundenvorgabe

Normen & Regelwerke

Untersuchung auf interkristalline Korrosion - Strauss Test

  • EN ISO 3651-2, Ermittlung der Beständigkeit nicht rostender Stähle gegen interkristalline Korrosion. Verfahren A Strauss-Test.

Akkreditierung

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Gemeinsam finden wir die passende Prüflösung für Ihre Anforderungen – kompetent, zuverlässig und unabhängig.

Jérôme Heyberger

Prüfprozesse & Metallographie

+41 56 204 45 83
jerome.heyberger@lb-log.ch